Chronik des KCK

Die Anfänge


1985

Im Juli 1985 bietet Friedhelm Bals im Rahmen von Projekttagen am Gymansium Hausach das Chorprojekt „Madrigalsingen“ an. Der sich dort bildende kleine Madrigalchor wirkt danach an Konzerten in Hausach, Cavalaire und Bad Rippoldsau, gemeinsam mit dem „Ensemble für Alte Musik“ unter Leitung von Karin Pätzold, mit.



Sing und Spiel


1987

Am 25. März 1987 bereitet sich ein Doppelquartett noch ohne Namen auf ein Konzert in der Kirnbacher Kirche vor. Nach der Probe gibt sich dieses Doppelquartett im Kirnbacher Gasthof Krone den Namen „Sing und Spiel“ und wird in den kommenden zwei Jahren nur noch unter diesem Namen auftreten. Der Singkreis trifft sich nun zu regelmäßigen monatlichen Proben unter der Leitung von Friedhelm Bals. Im Oktober 1988 reist der kleine Chor erstmalig in die Partnerstadt von Hausach, Arbois, um dort ein Konzert zu geben.



KammerChor Kinzigtal


1989

Mit Beginn des Jahres 1989 gibt sich der Singkreis den Namen „Kammerchor Kinzigtal“. Die Premiere unter dem neuen Namen findet am 3. März 1989 in der Hausacher Dorfkirche statt. 13 Sängerinnen und Sänger sind an dem Konzert, das äußerst positive Resonanz findet, beteiligt. Weitere Konzerte in der Hausacher Dorfkirche sowie eines in Arbois folgen.


1990

Erste Kontakte zum Monteverdi Kammerchor Budapest sowie zum Kammerchor Viljandi/Estland werden geknüpft. Beide Chöre kommen auf Einladung des Kammerchors Kinzigtal nach Gutach und geben Konzerte in der Region.


1992

Der Verein „KammerChor Kinzigtal e.V.“ mit Sitz in Hausach wird gegründet. Die Gründungsversammlung findet am Donnerstag, dem 19. November 1992, statt. Der Chor hat zu diesem Zeitpunkt bereits 26 aktive Mitglieder sowie 6 ständige Gastsänger. Der Eintrag ins Vereinsregister erfolgt am 24.2.1993. In den folgenden Jahren wird viel konzertiert, vorrangig in der Region sowie zum wiederholten Male in Arbois. Der KammerChor Kinzigtal wird zur festen Größe im kulturellen Leben des Kinzigtales. Der Kontakt zum Monteverdi Kammerchor Budapest sowie zum Kammerchor Viljandi/Estland wird regelmäßig gepflegt und gefestigt, beide Chöre sind gern gesehene (und gehörte) Gäste im Kinzigtal.


1995

Der Chor erarbeitet ein Konzertprogramm, das dem Hausacher Komponisten Karl Schmider zu dessen 60. Geburtstag gewidmet ist und ausschließlich Werke von ihm zur Aufführung bringt. Mitwirkende des Konzertes am 12. November in der Pfarrkirche St. Arbogast in Haslach sind neben dem Chor das Kammerorchester Kinzigtal sowie ein Bläserensemble und Instrumentalsolisten.


1996

Der KammerChor Kinzigtal reist auf Einladung des Monteverdi Kammerchores Budapest zum Internationalen Festival der Monteverdi Chöre nach Esztergom und Budapest und verbringt dort 6 sehr spannende und erlebnisreiche Tage mit täglichen Proben und Konzerten an verschiedenen Orten. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres ist die Aufführung der Bach-Motette „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“ sowie des Magnificat von J. S. Bach, unter Mitwirkung des Kammerorchesters Kinzigtal.


1997

Anläßlich des 10jährigen Bestehens des KammerChores wird erstmals ein großes und aufwendiges Werk in Angriff genommen. In Kooperation mit dem Nürtinger Konzertensemble e. V., bestehend aus Kammerorchester und Kammerchor unter Leitung von Hans-Peter Bader, wird Felix Mendelssohn-Bartholdys „Elias“ erarbeitet und sowohl in Nürtingen als auch in Hausach mit großem Erfolg aufgeführt.


1998

Am 26.5.1998 gibt Friedhelm Bals offiziell seine Entscheidung bekannt, seine Tätigkeit als Dirigent des KammerChores Kinzigtal mit sofortiger Wirkung zu beenden. Markus Uhl, bisher aktiver Sänger des Chores, hat schon vertretungsweise Chorproben geleitet und übernimmt das Amt zunächst für ein halbes Jahr, das genutzt werden soll, einen Dirigentennachfolger zu finden. Nach Ablauf des halben Jahres sind sich die Chormitglieder jedoch einig, daß kein neuer Dirigent gebraucht wird, da Markus Uhl seine neue Aufgabe mit großem Engagement sehr gut meistert. Das erste Konzert unter seiner Leitung, ein Benefizkonzert für Kinder in Sarajewo, findet bereits im September desselben Jahres in der Klosterkirche Haslach statt.


2001

Erneut wird der Chor zum Festival der Monteverdi Chöre nach Esztergom und Budapest eingeladen.
Auch diesmal ist die Woche angefüllt mit Proben, Konzerten und Erlebnissen, die die
Chorgemeinschaft festigen.


2002

In Kooperation mit dem Nürtinger Konzertensemble wird die Missa Solemnis von Ludwig van Beethoven erarbeitet und in Nürtingen sowie in Zell a. H. aufgeführt.

Ein „Diner Musical“ veranstaltet der Chor im Juli 2002 im Hornberger Schloß. Es besteht aus einem Menu in vier Gängen und einem Madrigalkonzert zwischen den Gängen.


2003

Ein neues Programm unter dem Motto „vielstimmiges ...“ wird erarbeitet und unter anderem während einer Konzertreise ins österreichische Burgenland, auf Einladung der Kantorei Oberschützen, zu Gehör gebracht.

Auf Anregung und Wunsch des Schiltacher Orgelbauers Georges Heintz werden die Kantaten IV bis VI des Weihnachtsoratoriums von J. S. Bach einstudiert und am 3. und 4. Januar 2004, begleitet vom Münchener Barockorchester L'Arpa Festante, in Zell a. H. sowie in Brumath im Elsaß aufgeführt.


2005

Das Jahr beginnt mit der konzertanten Aufführung der Barockoper „Dido & Aeneas“ von Henry Purcell. Im Juni folgt ein hochkonzentriertes Wochenende mit der CD-Aufnahme von Werken Karl Schmiders anläßlich seines bevorstehenden 70. Geburtstages. Schließlich reist der Chor auf Einladung der Kirchengemeinde Hämeenlinna für eine Woche nach Finnland, die sehr von der guten Harmonie der Chorgemeinschaft geprägt ist.

Unter der Leitung von Dr. Bernhard Klär wirkt der Chor an der Aufführung der „Offertorien“ des Offenburger Barockkomponisten P. Ildefons Haas mit.


2006

Ein weiteres Großprojekt, die H-Moll-Messe von J. S. Bach, wird in Angriff genommen. Die Aufführungen in Schiltach und Zell a. H., abermals unter Begleitung des Münchener Barockorchesters L'Arpa Festante, werden ein großer Erfolg.


2007

Mit dem „Messiah“ von Georg Friedrich Händel begeht der Chor sein 20jähriges Bestehen.
Gleichzeitig verabschiedet sich Markus Uhl mit diesem Werk aus beruflichen Gründen vom Chor und aus dem Kinzigtal. Seine Nachfolge tritt im Oktober der St. Georgener Kantor Helmut Franke an. Das erste Konzert unter seiner Leitung steht unter dem Motto „Festliche Chormusik zur Advents- und Weihnachtszeit“.


2008

Der Chor konzentriert sich zunächst wieder auf A Capella-Werke. In diesem Jahr lernt er Liederzyklen von „Äpfelchen, Rosen und der Liebe Leid“ des zeitgenössischen Zwickauer Komponisten Jürgen Golle kennen. Kombiniert mit weltlichen Gesängen von Johannes Brahms entsteht hieraus ein sehr schönes Konzertprogramm.

Die Herbstkonzerte unter dem Titel „Des Lebens Schatten und Licht“ bringen Motetten der Familie Bach zu Gehör.


2009

Die erste Jahreshälfte ist von Russischen Gesängen geprägt: „Das große Abend- und Morgenlob“ von S. Rachmaninov wird erarbeitet. In einer zweiten Konzertphase erklingen Werke von John Dowland.


2010

Das Jahr 2010 steht ganz im Zeichen der Konzertreise. Sie führt den Chor — u. a. mit Werken von Rheinberger, Becker, Mauersberger und Messiaen — nach Dresden, Meißen und Königstein.


2011

Das Jahr beginnt mit einer Nachweihnachtlichen Festmusik mit Werken von J. S. Bach, in Form eines Weihnachtsoratoriums zusammengestellt von Helmut Franke. In den Herbstkonzerten erklingt weltliche Chormusik unter dem Motto „Burgen, Schlösser, Spießgesellen“.


2012

Das 25jähriges Bestehen des KammerChores wird mit einem Jubiläumskonzert gefeiert: Mozarts Requiem sowie Haydns Nelson-Messe werden unter Begleitung des Sinfonieorchesters Villingen-Schwenningen aufgeführt.

In den Herbstkonzerten erklingen Motetten von Joh. Seb. Bach.


2013

Die lange geplante Konzertreise nach Prag kann endlich stattfinden. Von Prag aus reist der Chor weiter nach Österreich ins Stift Schlägl.

In diesem Jahr gibt es Sommerkonzerte unter dem Titel „Mysterium Missae – Chormusik a cappella zur Hl. Messe“. Zum Jahresausklang schließlich gibt es noch „Musik zur Weihnachtszeit“.


2014

Im Juli führt der Chor ein weltliches Programm mit dem Titel „In der Natur – Chorlieder der Romantik“ auf. Es wird das letzte Konzert unter der Leitung von Helmut Franke sein.


2015

In diesem Jahr gibt es kein großes Konzertereignis. Der Chor beteiligt sich an der Aufführung eines Passionskonzertes in Alpirsbach, dort kommt eine gekürzte Fassung der „Brockes-Passion“ von G.F. Händel unter der Leitung von Carmen Jauch zur Aufführung.

Im November erliegt Helmut Franke seiner schweren Krankheit. Der Chor trauert sehr um ihn.
Im Dezember beginnt die Suche nach einem neuen Dirigenten.


2016

Bis Ende Januar gehen 7 Bewerbungen für die Dirigentenstelle ein. Alle 7 Bewerber werden zu einem Probedirigat eingeladen. Nach Ablauf der Probedirigate fällt die Wahl Anfang März auf Manuel Nonnenmann.

Der erste Auftritt unter neuer Leitung ist zum ökumenischen Gemeindefest Hausach in der Ev. Kirche Hausach.
Es finden Herbstkonzerte unter dem Titel „Frieden – Peace“ statt. Es erklingen Werke von Johannes Brahms, Edward Elgar, Knut Nystedt und Paul Hindemith.


2017

30jähriges Jubiläum mit den Sommerkonzerten „Auf-Bruch“. Es erklingen Werke von Britten, Brahms, Gjeilo, Mendelssohn u.a.


2018

Höhepunkt des Jahres ist die Aufführung der Petite Messe Solennelle von Gioachino Rossini.

In den Herbstkonzerten geht es um "Tierisch Menschliches".


2019

In den Frühjahrskonzerten erklingt Geistliche Chormusik des Barock. Mit Teilen dieses Programms, ergänzt durch weltliche a cappella Werke, gehen wir auf  Chorreise nach Bad Honnef. Zum Jahresende schließlich stehen Weihnachtskonzerte unter dem Titel "O Magnum Mysterium" auf dem Programm. 


2020

Die Corona-Pandemie bringt den Chorgesang fast gänzlich zum Erliegen, so dass es in diesem Jahr keine Konzerte oder sonstigen musikalischen Höhepunkte gibt. 


2021

Auch dieses Jahr ist geprägt von der Pandemie. Im Juli schließlich dürfen wir dann wieder gemeinsam singen. Unser Chorleiter hat eine neue Stelle und verlässt das Kinzigtal. So sind wir wieder auf der Suche nach einem neuen Chorleiter.